Einweihung der Fontauna da San Giacun, Val Tasna, vom 4. Mai 2019

Dank einer grosszügigen Spende eines Mitgliedes des Vereins Jakobsweg Graubünden konnte mit Hilfe der Gemeinde Scuol ein Brunnen auf der Strecke von Ftan nach Ardez gebaut werden.

Auf einer alten Karte wird die Stelle mit dem Flurnamen «Fontauna da San Giacun» angegeben – ein noch nicht weiter erforschter Flurname.

Dies war der Anlass, das monatlich stattfindende Samstagspilgern etwas anders zu gestalten. Das bedeutete: eine kürzere Wanderstrecke als üblich, jedoch sehr schön entlang eines Waldpfades mit herrlicher Aussicht in die engadinische Bergwelt von Ftan nach Ardez.

Heiner Nidecker begrüsste eine vielfältig zusammengesetzte Gruppe, u.a. Peter Baumberger, jakobsweg.ch, Rudolf Käsermann, Baslerweg und Ruedi Trepp, ehemaliger Präsident des Vereins Jakobsweg Graubünden, in der reformierten Kirche in Ftan.

Schon als wir uns dem Ziel näherten, hörten wir schöne Alphornklänge.

Pfarrer Christoph Jakob Willa aus Scuol und Pfarrerin Marianne Strub aus Ardez hielten Ansprachen in Deutsch und Romanisch im Rauschen des Flusses Tasnan. Pfarrer Willa hob die Wichtigkeit des Wassers besonders auch für Pilger hervor. Die Anwesenden kosteten zur Ehre der Feier das frische Wasser direkt aus dem wunderschön dekorierten Brunnen. In ihrer Predigt zu 1. Mose 26,1.12-22 setzte sich Pfrn. Marianne Strub mit Gezänk und Friedenshoffnungen auseinander, zu denen Brunnen Anlass werden können. An Brunnen gestritten haben sich die Nachfahren Abrahams. Isaak jedoch grub schliesslich den Brunnen Rechovot, den Brunnen mit Namen „der weite Raum“. Pfrn. Strub wünschte, der eingeweihte Brunnen möge den Seelen von vielen Pilgernden weiten Raum für Gebet und Besinnlichkeit schenken. Link zum Predigttext

Weiter ging es dann in Richtung Ardez zum Apéro im Schulhaus, so lieb hergerichtet von Frida, Christine und Jeannette.

Grosser Dank für die Errichtung des Brunnens ging an Reto Jäger, Christian Studer und Peter Thomann. Ein spezieller Dank an die Katholische Kirchgemeinde Scuol und die reformierte Gemeinde Ardez – Ftan – Guarda. Anwesend waren auch der Kirchgemeindepräsident, Chasper Stupan und vom Gemeindevorstand, Reto Barbüda.

Frisch gestärkt mit Wurst, Brot, Senf, Kaffee und Kuchen und nach einem grossen Lob an das ganze OK von Wolfgang Sieber machten wir uns wieder auf den Rückweg Richtung Chur.

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