Inhalt der Website: Der Verein Jakobsweg Graubuenden, in Thusis, hat als Vereinszweck die Erschliessung eines Jakobsweges durch Graubünden und die Vermittlung seiner historisch-kulturellen und aktuellen Bedeutung. Im November 2008 hat der Verein Jakobsweg Graubünden zwei Ziele erreicht: der Weg ist von Müstair bis zum Anschluss an die Via Jacobi (Seelisberg UR) ausgeschildert und ein Wegführer mit touristischen, spirituellen und kulturellen Erklärungen ist vom Terra Grischuna Verlag herausgegeben worden.
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Historisches und Legendäres bilden die "Jakobuslegende". Demnach wurde der Apostel Jakobus im Jahre 44 in Palästina unter Herodes Agrippa getötet. Seine Schüler stahlen den Leichnam und brachten ihn an Bord eines Bootes zum spanischen Galicien, wo Jakobus einst wirkte und wo sie den Apostel schliesslich in einem Wald bestatteten.
Im Jahr 813 hatte der Eremit Pelayo in jenem Wald eine Erscheinung. Er sah einen Stern über der Stelle leuchten, wo später das Apostelgrab entdeckt wurde. Das Feld wurde "Campus Stellae" (Feld des Sternes) genannt, was sich später zum Namen Compostela umwandeln sollte.
Der spanische König Alfons II. erklärte den Apostel zum Patron seines Reiches. An der Stelle des Grabmals Santiagos liess er eine Kapelle errichten. Pilger begannen, dem Weg des Santiago zu folgen: zur Grabstätte nach Santiago de Compostela.
Bote Christi Jakobus
Zebedäus heisst sein tüchtiger Vater.
Nach ihm genannt bleibt Jakobus
sein kurzes Leben lang.
Jakobus wird zusammen mit dem Bruder Johannes
von Fischernetzen und Booten weg
in den innersten Jüngerkreis um Jesus gerufen.
Jakobus bezeugt Heilungen.
Als Bote Christi
treibt er Dämonen aus.
"Donnerskerl" geheissen,
vernimmt er die Proklamation Gottes über Jesus:
"Dies ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören".
Jakobus entschliesst sich,
die Proklamation mit eigenem Wort und eigener Tat
zu unterzeichnen.
Zusammen mit Johannes will Jakobus
zu Linken und Rechten Christi
in seiner Herrlichkeit sitzen,
erntet Neid
und wird vom Meister nach "unten" verwiesen.
Jakobus wird wachsam
für die Zeichen der Endzeit.
Doch ermattet schläft er ein,
als sich Jesus selber
den Häschern ausliefert.
Die Spur des Jakobus verliert sich.
Sie endet im Martyrium.
Damit wird Jakobus Blutzeuge, Märtyrer Jesu.
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